Things from the Lab

Prof. Pavan Ramdya

Denken Sie nur daran, wozu eine Fliege in der Lage ist! Im Gegensatz zu den meisten Wirbeltieren kann sie auf so gut wie jedes Terrain klettern, mit ihren Beinen sehr knifflige Aufgaben erledigen … Ein Schatz an Lösungen für die Probleme der Robotik.”

Prof. Pavan Ramdya, EPFL
Pavan Ramdya EPFL - Alain Herzog
Von Fliegen und Neuronen

Das Ziel des Labors von Pavan Ramdyas an der EPFL ist es, zu verstehen wie das Gehirn funktioniert und mit diesem Wissen intelligentere Roboter zu entwickeln. Dazu untersuchen die Forscher die Fliege Drosophila melanogaster.

Im Vergleich zum Menschen hat dieses Insekt hat deutlich weniger Neuronen und ist dadurch leichter zu verstehen. Trotzdem kann die Fliege gehen, fliegen, nach Nahrung suchen, Partner finden und sich fortpflanzen, Raubtiere meiden, sich daran erinnern, wo Gefahren lauern…

Das Studium des Gehirns und der kognitiven Fähigkeiten der Drosophila kann uns dabei helfen, den Ursprung mentaler und neurodegenerativer Krankheiten beim Menschen besser zu verstehen. Diese Forschung verbessert auch das Design von  Robotern und intelligenten Systemen. Vielleicht führt sie eines Tages zum Bau eines winzigen Roboter-Insekts.

Neuroengineering Laboratory, EPFL – Prof. Pavan Ramdya

Concept design of fly-robots. Copyright: P. Ramdya, EPFL
Concept design of fly-robots. Copyright: P. Ramdya, EPFL
Zebrafische zur Entschlüsselung der Wirbelsäulenbildung

Die Bildung der Wirbelsäule in der allerersten Lebensphase wird bei allen Wirbeltieren durch den gleichen Mechanismus, die sogenannte Segmentierungsuhr, gesteuert. Diese Uhr ist für das Laborteam von Andrew Oates an der EPFL-Fakultät für Biowissenschaften von besonderem Interesse.

Das Team möchte ihre Funktionsweise besser verstehen, um zu erklären, wie und warum bestimmte Missbildungen beim Menschen, wie die angeborene Skoliose, auftreten, um Abhilfe schaffen zu können.

Der Zebrafisch wird aus folgenden Gründen als Modell untersucht:

  • Das Weibchen legt eine grosse Menge Eier ab;  
  • Die Befruchtung der Eier erfolgt extern und im Wasser;
  • Die Eier sind transparent und daher gut zu beobachten; und
  • 84 % der Gene, die mit menschlichen Krankheiten assoziiert werden, haben ihr Äquivalent im Zebrafisch.

Segmentation Timing and Dynamics Laboratory, EPFL – Prof. Andrew Oates

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